Kategorie-Archiv: Josefstädter Plaudereien

Korrespondenz zweier Josefstädter zu aktuellen Themen, die unseren Bezirk betreffen

Die Wahl ist geschlagen

Mein lieber Franzi,

vorweg bitte ich um Verständnis, wenn ich wegen gesundheitlicher Probleme meine Funkstille erst jetzt zu beenden vermag und nun einige Gedanken zu Deinen Kommentaren zur Wiener Wahl beitragen darf. Ja, „geschlagen“ sind die Wiener Menschen von diesem Wahlergebnis echt. Den Herrn Bundespräsidenten „wenn er sich auch nur ein bisschen um Demokratie und Ansehen der Politiker sorgte“, tät ich nicht erwähnen. Für den ist bloß wichtig, wenn er mehr verdient – oder korrekter: Mehr abkassiert – als Mr. Obama.

Dennoch freu ich mich: In der Josefstadt ist es Frau Bezirksvorsteher Mickel und ihrem Team gelungen, linksextremistischen Fanatikern, Österreich-Hassern und Christen-Verfolgern deutliche Grenzen aufzuzeigen. Ja, der ausgezeichneten Arbeit von ÖVP und Bürgerforum im Bezirk wurde zu Recht Achtung gezollt. Solche Zustimmung durfte die ÖVP in Land und Bund nicht erwarten. Und schon gar nicht für ihre anpaßlerische Huldigungen zugunsten des Bundeskanzlerdarstellers. Etwa wenn dieser Frau Merkels Pro-Islam-Schmähs peinlich nachplappert: „Wir schaffen das“. „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“. Nein, danke! Derartige Bekundungen hatten wir doch schon.

Die Regierung hat – unter dem Beifall der gleichgeschalteten Medien – unseren Staat zum offenen Land erklärt. Zehntausende Islamisten dürfen ohne jede Registrierung und Kontrolle ein-, durch- und ausreisen, wie sie lustig sind. Diese  Politik im Ungeist der Jakobiner läßt sich auch weiterhin von illusorischem Wunschdenken leiten, unverdrossen bis in den Untergang.

Wenngleich es auch ein paar Länder gibt, deren intelligente Politiker das Problem des nicht abreißenden Flüchtlingsstroms lösen: Australien, Großbritannien, Dänemark, Israel. Warum Grenzkontrollen in Wien-Schwechat gut und in Spielfeld gar so schlecht sind, hat uns die Regierung noch nicht erklärt.

Ich grüße Dich sehr herzlich

Dein Joschi

Die Wahl ist geschlagen

Mein lieber Joschi!

Ich hoffe, Du siehst mir meine lange Funkstille wegen der Wiener Wahlen nach, weiß ich doch, dass auch Du in Vorwahlzeiten nicht alles, was da so zum Besten gegeben wird, kommentieren möchtest.

Nun, da die Ergebnisse auf dem Tisch liegen, sieht man überdies Manches davon etwas klarer. Das von der SPÖ mediengerecht ausgerufene „Duell“ entpuppt sich als alter Trick zur Mobilisierung, der Grünen Siegessicherheit als Realitätsferne, der FPÖ zahmen Wahlkampf als zu wenig. Lediglich die ÖVP konnte ihrer Rolle als Bank für Dazuverluste gerecht werden. Es bleibt also vermutlich wieder einmal alles beim Alten: Häupl bleibt Bürgermeister, Strache bleibt ausgesperrt, und die Grünen dürfen weiterspielen.

Dennoch gab es einige bemerkenswerte Erkenntnisse:

Zunächst hat sich gezeigt, dass das Wählerpotenzial der Grünen offenbar bereits 2010 mittels vieler Proteststimmen überschritten wurde, welche sich diesmal angewidert wieder entfernten. Es rächt sich die exklusive Konzentration auf die Kernwählerschicht, und die gleichzeitige Bekämpfung der restlichen 86% der Wiener.

Die Wiener ÖVP strebt weiter ihrer Auflösung zu, wobei sie bei nochmaliger Vertreibung von 5 Prozent ihrer Wählerschaft auch aus dem Gemeinderat verschwinden wird. Ein Kunststück, welches die Bundes-ÖVP bislang (noch) vergeblich versucht, obwohl diese mit der Zahl der Obmannwechsel in Führung liegt.

Mit der FPÖ hat es nach langer Zeit wieder einmal eine Partei geschafft, eine Sperrminorität für Wiener Verfassungesgesetze zu erreichen, welche ihr auch einen Vizebürgermeister verschafft. Dadurch ergeben sich vielversprechende Perspektiven.

Dass ausgerechnet in und nach einer Wahl, die erfreulicherweise die Bürger wieder vermehrt zu den Wahlurnen lockte, die Demokratie, der Wählerwille und auch die Reputation von Politikern derart mit Füßen getreten werden, erschüttert mich zutiefst.

Zunächst die sture Ausgrenzung der FPÖ und eines Drittels der Wiener Wähler von der Legislative seitens der SPÖ, obwohl sie damit seit nunmehr schon Jahrzehnten Schiffbruch erleidet und die FPÖ laufend stärkt. Die SPÖ bekommt bereits jetzt  die Rechnung dafür in der Form präsentiert, dass sie mit dieser Politik jene sozial benachteiligte Wählerschicht ausgrenzt und vertreibt, deren Vertretung sie sich über mehr als ein Jahrhundert auf ihre blutroten Fahnen geheftet hatte. Sie muss sich nun deshalb um eine neue Wählerschicht umsehen, wenn sie sich nicht von den Profiteuren ihrer Günstlingswirtschaft abhängig machen will, denn letztere funktioniert nur, so lange Geld dafür vorhanden ist.

Dass Wahlversprechen nicht gehalten werden, das ist man gewohnt, zu mal in Koalitionen Kompromisse eingegangen werden müssen, die manche Umsetzung vereiteln. Was jedoch die Grünen in den vergangenen 5 Jahren unter Vassilakou an Versprechen und Zusagen nonchalant unter den Teppich gekehrt haben, das sollte eigentlich auch den Bundespräsidenten auf den Plan rufen, wenn er sich auch nur ein bisschen um Demokratie und Ansehen der Politiker sorgte. Die designierte grüne Währinger Bezirksvorsteherin Nossek lehrt uns bereits am zweiten Tag nach der Wahl, dass sie gewillt ist, mit dieser Abart eines Demokratieverständnisses mit biologischem Volldampf ans Werk zu gehen. „Wenn die Mehrheit etwas will, dann muss das noch nicht gut sein“, klärt sie auf.

In der Josefstadt, unserer „Insel der Seligen“, ticken die Uhren und auch die Wähler gottseidank anders, obwohl hierorts die Grünen auf Kosten von ECHT (Rahdjian) drei Prozentpunkte zulegen konnten, wurde der Bezirksvorsteherin nach einem positiv geführten Wahlkampf in gleichem Umfang Achtung für ihre ausgezeichnete Arbeit gezollt. Somit blieb der Abstand zu den Grünen als erstem Verfolger unverändert.

Unser Feudalherr der Wienerstadt mit seinem Familienclan ist noch heftig am Pokern mit seinen Freinden (ja, das ist das Wort für die Mischung aus „Freunden“ und „Feinden“) der Masochismusfraktion, die sich liebend gerne weiterhin von ihrem Partner malträtieren und erniedrigen lassen möchte. Gilt es doch, ein inzwischen aufgebautes, kleines Imperium im Verkehrsressort zu erhalten.

Hat im Wahlkampf das blaue Krokodil als Beelzebub herhalten müssen, so bedient sich Häupl nun der zerzausten ÖVP als Krampusrute, damit der Verhandlungspartner spurt. Schließlich soll jeder wissen, wo der Michl den Spritzwein holt!

In wenigen Tagen sollte das Ergebnis auf dem Tisch liegen, welches natürlich wieder nur Gewinner hervorgebracht haben wird.

In gespannter Erwartung grüßt Dich Dein Franzi!

Mein lieber Franzi,

Du schreibst, Du hättest „(fast) Mitleid mit den politischen Teilnehmern und künstlerischen Mitläufern“. Dieses spricht für Dich als grundgütigen Menschen, mein Mitgefühl hingegen hält sich eher in Grenzen. Der Zweck politkorrekten Mitlaufens ist doch bloß, von ORF und sonstigen „grün“-rot-gesteuerten Kommandotürmen (also annähernd allen) auf Kosten des Steuer- und Gebührenzahlers fette Bezüge einheimsen zu können. Als plastisches Beispiel: Eine Actrice – deren Auftreten etwa in Soko Kitzbühel (täglich 16:10h ZDF) ich durchaus schätze – wettert intolerant anlässlich eines zufälligen Zusammentreffens gegen einen Oppositionspolitiker, lässt diesen Vorgang rührig verbreiten und darf somit weiterer üppiger Honorare gewiss sein.

Wenn Herr Conchita-Tom Neuwirth aus Bad Mitterndorf irgendwelche Preise gewinnt, gratuliere ich ihm herzlich. Ihn allerdings deswegen zu einer „Ikone der Toleranz“ hochzujubeln, überlasse ich gern mit Steuergeld-Inseraten bestochenen Zeitungsschreibern/Innen/Erern-_*x. Mir ist solches eher Wurst.  Und in Wien wurden Ampeln für 65.000 Euro homosexuellengerecht umgestaltet. Angeblich wird dieses Projekt sogar „wissenschaftlich begleitet“. Diese schwammige Formulierung heißt auf gut deutsch, dass auch andere „Experten“ Steuergeld hineingeschoben bekommen.

In deutschsprachigen Nachrichten der letzten Tage gab’s nur ein – bis zum Überdruss aufgewärmtes – Thema: Den irischen Volksentscheid pro Homosexuellen-Ehe. Eine gegensätzliche Entscheidung in Slowenien hatte es 2012 allerdings nicht so eifrig in die Schlagzeilen geschafft. Ganz offensichtlich: Auf allen Gebieten bereits herrscht eine unauffällige – doch konsequente – Tendenz, den Menschen eine neue linksfortschrittliche Normalität unterzujubeln.

Eine Gleichstellung von Homo-„Ehe“ und der klassischen Ehe ist politischer Unfug: Sie privilegiert mit diversen Rechten eine sexuelle Spielart – die Homosexualität – mit dem Argument, diese Menschen würden Verantwortung füreinander übernehmen. Dies mag zwar stimmen und ist anerkennenswert. Dennoch aber eine unzulässige Bevorzugung gegenüber anderen Lebensgemeinschaften, die gleichermaßen füreinander Verantwortung übernehmen. Wenn etwa zwei Schwestern miteinander leben und füreinander sorgen (wobei die Sexualität keine Rolle spielt), wieso haben diese nicht die Rechte, die man für Homosexuelle neu schaffen will? Weil sie KEINE sexuellen Beziehungen miteinander haben? Es ist aberwitzig: Linke Ideologen wollen Menschen wegen gewisser sexueller Handlungen privilegieren. Die Nivellierungsversuche von allem und jedem sind untrügliches Zeichen „grün“-roter Politik.

Ja, auch ich bin es leid, mich immer mehr von Minderheiten diskriminieren zu lassen. Aber persönlich schadlos, wie Du so optimistisch gehofft hattest, ist wenigstens der Propaganda-Song-Contest samt Musik aus Kanaldeckeln überstanden.

Alles Gute und beste Grüße

Dein Joschi

Der Partyfrühling

Mein lieber Joschi!

Jetzt sind wir also mittendrin im lauen Frühling. Und damit meine ich nicht das Wetter alleine.

Gestern ging der so genannte „Life Ball“ über die Bühne, heute Sonntag beginnt der ORF mit seiner Partystrecke zum musikalischen Genderwettstreit namens „ESC“, vom 19. bis 21. Mai wählt die Österreichische Hochschüleinnenschaft ihre ideologische Führung, am 20 Juni besetzt die „Regenbogenparade“ wieder das Wiener Hauptverkehrssystem, und schließlich zieht  vom 26. bis 28. Juni noch die SPÖ mit ihrem „Donauinselfest“ in die Wahlkampferöffnung. Die unzähligen Rand-Events mögen hier unerwähnt bleiben.

Wahrlich ein Mammutprogramm, das sich Wiens Linke Szene da aufbürdet. Hoffentlich bringen’s da nichts durcheinander. Gut, vom Generalthema „Toleranz“ bei allen diesen Veranstaltungen her wird es kein Problem geben, aber ich habe (fast) Mitleid mit den politischen Teilnehmern und den künstlerischen Mitläufern, denen wird ganz schön Kondition abverlangt. Möglicherweise wird ab 29. Juni der gesamte ORF samt seinen politischen Verbindungsoffizieren auf Erholungsurlaub gehen müssen. Was für das Volk nicht von Nachteil wäre. 😉

Die gestrige Eingangsveranstaltung, wie ich höre im Volksmund „Schwuchtelball“ genannt, verspricht nicht Gutes. Da bekannte der 51-jährige Initiator und Organisator Gerald Keszler freimütig, dass sein Kind „Life Ball“ sich offensichtlich seinen ursprünglichen Intentionen zuwider verselbstständigt hat und „es mehr um den Ball“ geht als um das eigentliche Anliegen. Diese Passage ist übrigens (verständlicher Weise) aus dem heutigen Artikel auf „wien.orf.at“ flugs wieder entfernt worden.

Tatsächlich kann man von den Maskierungen der Ballgäste, deren Auftreten und auch dem allerdings von der Organisation selbst vorgegebenen Thema „Ver Sacrum“ mit überbordender Gold-Präsenz eine große Verwandtschaft mit altrömischen Bacchanalien nicht von der Hand weisen. Interessanterweise verdankten die Römer diese verpönten Orgien dem griechischen Einfluss auf die römische Gesellschaft, eine verblüffende Parallele zum heutigen griechischen Einfluss auf Wien, mit Partygesellschaft, Flaniermeilen und Begegnungszonen.

Es würde mich sehr wundern, wenn von den Teilnehmern dieses rauschenden Festes angesichts der Üppigkeit, des güldenen Glanzes und der lukullischen Genüsse mehr als eine Handvoll nur einen Gedanken an HIV infizierte, todgeweihte Menschen verschwendet hat. Der Reinertrag soll übrigens nach Keszlers Angaben heuer auch nur mehr „einen Bruchteil der vorjährigen 700.000 Euro“ betragen, was seine Analyse untermauert.

Es bleibt zu hoffen, dass Herr Keszler diese Erkenntnis seinem Innersten Gewissen und einer stillen Einkehr, und nicht der taktischen Hoffnung auf mehr Subventionen verdankt, wenn er damit gleichzeitig die Prolongation des Balls in Frage stellt. Die derzeitige Wiener Stadtregierung wird jedenfalls sicherlich mit aller Gewalt versuchen, diesen ideologisch so brauchbaren Event am Leben zu erhalten. Zu viel verdienen die Stadt Wien und ihre parteinahen, zwangsbedienten Helferlein an diesem, um darauf zu verzichten.

Kämen Außerirdische nach Wien, sofern sie einen Parkplatz fänden, und analysierten diese in den kommenden Wochen die Wienerstadt und ihre Bewohner, welchen Eindruck müssten sie zwangsläufig nach Hause funken? Sie würde davon berichten, dass die Bewohner dieser Stadt hauptsächlich von ausgelassenen Vergnügungen leben, sie würden sich darüber wundern, wie diese sich vermehren, da es sich offenbar großteils um eine homosexuelle Spezies handelte, und sie wären sich nicht im Klaren, mit welcher Sprache sich diese, zahllosen Anordnungen und Verboten unterworfenen, offensichtlich willenlosen Kreaturen untereinander verständigten. Ein nicht ganz der Realität, aber durchaus dem Eindruck entsprechendes Bild.

Noch ein Wort zur vielstrapazierten und heftig verbogenen Toleranz: Im „Stowasser“ unter „tolerantia“ zu finden und mit „das Ertragen, das Erdulden“ übersetzt, erweckt das Vokabel Erstaunen, da man doch „stilles Erdulden“ „und passives Ertragen“ kennt. Was jedoch hat die gegenwärtige, totalitäre Züge zeigende Kampagne für eine Toleranz gegenüber homosexuell veranlagten Menschen zu tun? Nicht wirklich sehr viel. Im Gegenteil: Das „Ertragen“ der Dauerpropaganda wird auf eine harte Probe gestellt und ist einem „Erdulden“ dieser Bevölkerungsminderheit nicht gerade förderlich. Gewiss ein Bärendienst, der diesen Menschen erwiesen wird.

Vernachlässigt man die wenigen, ohnedies juristisch sanktionierten Einzelfälle von tatsächlichen Benachteiligungen oder Beeinträchtigungen von Schwulen und Lesben, so muss man zugeben, dass diese Menschen ihren Neigungen in Österreich ziemlich problemlos nachgehen können. Die „Toleranz“ dieser Gruppe wird also in Österreich tatsächlich gelebt, suum cuique! Denn erst, wenn über etwas NICHT gesprochen wird, ist es akzeptiert und toleriert. Was will diese Kampagne also?

Nun, offenbar bedienen sich linke Ideologen dieser Menschengruppe als Instrument, um etwas ganz Anderes zu erreichen: die Zerstörung von Gesellschaftsnormen, ein altes Ziel kommunistischer Ideologien. Kein Wunder, dass diese Bewegung mit der Entwicklung der Grünbewegung ziemlich parallel verläuft, sind doch die kommunistischen Ideologien in den Grünen Parteien aufgegangen: Marxisten, Leninisten, Trotzkisten etc.

Wohl erst, wenn ein Adam mit Brüsten und eine Eva mit Zumpferl am Life Ball oder beim Song Contest auftreten, sollte es auch der Katholischen Kirche dämmern, was da auf die Menschheit zu kommt. Bei Jesus und seinen überlieferten Jüngern gibt es ja schon Ansätze, die eine „Jüngerin“ beim Letzten Abendmahl erkennen wollen.

Toleranz ist in Wirklichkeit das STILLE Akzeptieren des „anders gebauten Menschen“, der ja schließlich nichts dafür kann, wie Mutter/Vater Natur ihn erschaffen hat. Im Gegensatz kann er sehr wohl etwas dafür, wie er sich vor allem in der Öffentlichkeit gibt, sich mitunter sogar produziert. Denn enden wird die Toleranz selbstverständlich dort, wo das eigene Leben beeinträchtigt ist. Dann werden nämlich evolutionär bewährte Urinstinkte des Selbstschutzes aktiviert. Rudolf Carl sang schon in den 60ern „Allzu viel ist ungesund“, und das gilt auch heute noch.

Ich habe tatsächlich von einigen Menschen gehört, dass sie in den kommenden Wochen ihrer Heimatstadt den Rücken kehren wollen, um der permanenten Beschallung mit unter anderem Genderideologien zu entkommen. Adolf Hitler wird in seinem Höllenabteil vermutlich in den arischen Perserteppich beißen, weil ihm oder Joseph Goebbels Verkehrsampeln und Kanalgitter nicht selbst als Propagandainstrumente eingefallen sind. Ich selbst werde mich mit weitgehender Informationsverweigerung, was ORF oder Zeitungen betrifft, einer Gehirnwäsche zu verweigern versuchen, da es beruflich nicht anders geht.

Wie gedenkst Du, mein Freund, diese Zeit schadlos zu überstehen?

Mit den besten Wünschen für gesunde Widerstandskraft grüßt Dich

Dein Franzi

Der Kontra-Putsch im Wiener Rathaus

Mein lieber Franzi,

Dein Entsetzen wegen der Unternehmung Akkilic vermag ich – wie viele unserer Freunde – zu teilen. Vorweg köstlich dazu ist der peinliche Entschuldigungs-Schmäh von SP-Klubobmann Schicker: Akkilic habe aus freien Stücken gewechselt. Danke, lieber Herr, doch hat die Anwendung vorgehaltener Pistolen eh keiner vermutet. Bloß ist die fixe Zusage von 456.610,- (=6.523,-*14*5) Euro plus Sitzungsgelder plus weitere jährliche Aufbesserungen plus plus plus auf Kosten des Steuerzahlers ja auch nicht so übel. Übrigens sind das in echtem Geld 6,3 Millionen Schilling oder mehr. Schlecht?

Die Wiener Sozi haben wieder bewiesen: Wenn es um den Machterhalt geht, gibt es keine Skrupel, sondern nur brutalen Macchiavellismus.

Jedenfalls freut’s mich für die „Grünen“, dass sie sich mit ihrem türkischen „Integrationsexperten“ dermaßen blamiert haben. Solches baut auf.

Doch nach den Wahlen werden die „Grünen“ wieder bei den Sozi – trotz des „hässlichen Gesichts der Sozialdemokratie“ und „kaputten Demokratieverständnisses“ (Zitate Fr. Vassilakuh) – angekrochen kommen. Schön ist so ein Futtertrog…

Wie Du weißt, besteht bei mir an Büchern wie „Anleitung zur Weltverbesserung“ oder „Marx für Eilige“ wenig Bedarf, ebensowenig wie an Textbausteinen aus dem Soziologieseminar-Baukasten. Dennoch denk ich bisweilen angesichts solcher Rot-„Grün“-Aktionen: Wer ist denn nun intelligenter? Doch vergebens, denn gleich und gleich gesellt sich gern.

Zu hoffen bleibt, daß zurechnungsfähige Wahlbürger solche Aktionen nicht ungestraft zulassen. Hatte doch schon Bertolt Brecht befürchtet: „Die Bürger werden eines Tages nicht nur die Worte und Taten der Politiker zu bereuen haben, sondern auch das furchtbare Schweigen der Mehrheit“.

Und ich als stets lernbeflissener jüngerer Mensch freu ich mich: Endlich kapier ich, was man politkorrekt unter einem getürkten Vorgang zu verstehen hat.

Mit besten Wünschen für die nachösterliche und nun allmählich frühlingshaftere Zeit

verbleibe ich als Dein Freund Joschi