Mein lieber Franzi,

Du schreibst, Du hättest „(fast) Mitleid mit den politischen Teilnehmern und künstlerischen Mitläufern“. Dieses spricht für Dich als grundgütigen Menschen, mein Mitgefühl hingegen hält sich eher in Grenzen. Der Zweck politkorrekten Mitlaufens ist doch bloß, von ORF und sonstigen „grün“-rot-gesteuerten Kommandotürmen (also annähernd allen) auf Kosten des Steuer- und Gebührenzahlers fette Bezüge einheimsen zu können. Als plastisches Beispiel: Eine Actrice – deren Auftreten etwa in Soko Kitzbühel (täglich 16:10h ZDF) ich durchaus schätze – wettert intolerant anlässlich eines zufälligen Zusammentreffens gegen einen Oppositionspolitiker, lässt diesen Vorgang rührig verbreiten und darf somit weiterer üppiger Honorare gewiss sein.

Wenn Herr Conchita-Tom Neuwirth aus Bad Mitterndorf irgendwelche Preise gewinnt, gratuliere ich ihm herzlich. Ihn allerdings deswegen zu einer „Ikone der Toleranz“ hochzujubeln, überlasse ich gern mit Steuergeld-Inseraten bestochenen Zeitungsschreibern/Innen/Erern-_*x. Mir ist solches eher Wurst.  Und in Wien wurden Ampeln für 65.000 Euro homosexuellengerecht umgestaltet. Angeblich wird dieses Projekt sogar „wissenschaftlich begleitet“. Diese schwammige Formulierung heißt auf gut deutsch, dass auch andere „Experten“ Steuergeld hineingeschoben bekommen.

In deutschsprachigen Nachrichten der letzten Tage gab’s nur ein – bis zum Überdruss aufgewärmtes – Thema: Den irischen Volksentscheid pro Homosexuellen-Ehe. Eine gegensätzliche Entscheidung in Slowenien hatte es 2012 allerdings nicht so eifrig in die Schlagzeilen geschafft. Ganz offensichtlich: Auf allen Gebieten bereits herrscht eine unauffällige – doch konsequente – Tendenz, den Menschen eine neue linksfortschrittliche Normalität unterzujubeln.

Eine Gleichstellung von Homo-„Ehe“ und der klassischen Ehe ist politischer Unfug: Sie privilegiert mit diversen Rechten eine sexuelle Spielart – die Homosexualität – mit dem Argument, diese Menschen würden Verantwortung füreinander übernehmen. Dies mag zwar stimmen und ist anerkennenswert. Dennoch aber eine unzulässige Bevorzugung gegenüber anderen Lebensgemeinschaften, die gleichermaßen füreinander Verantwortung übernehmen. Wenn etwa zwei Schwestern miteinander leben und füreinander sorgen (wobei die Sexualität keine Rolle spielt), wieso haben diese nicht die Rechte, die man für Homosexuelle neu schaffen will? Weil sie KEINE sexuellen Beziehungen miteinander haben? Es ist aberwitzig: Linke Ideologen wollen Menschen wegen gewisser sexueller Handlungen privilegieren. Die Nivellierungsversuche von allem und jedem sind untrügliches Zeichen „grün“-roter Politik.

Ja, auch ich bin es leid, mich immer mehr von Minderheiten diskriminieren zu lassen. Aber persönlich schadlos, wie Du so optimistisch gehofft hattest, ist wenigstens der Propaganda-Song-Contest samt Musik aus Kanaldeckeln überstanden.

Alles Gute und beste Grüße

Dein Joschi

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