Kategorie-Archiv: Josefstädter Plaudereien

Korrespondenz zweier Josefstädter zu aktuellen Themen, die unseren Bezirk betreffen

Der Kontra-Putsch im Wiener Rathaus

Mein lieber Joschi!

Ich habe am vergangenen Freitagvormittag auf meinem Haus und meinem Meldezettel dreimal nachsehen müssen, wo ich lebe, nachdem ich vom Parteiwechsel des Herrn Akkilic gehört hatte.
Die Sache hat ja inzwischen mehrer Facetten aufzuweisen:

1) Die SPÖ hat unter den im Herbst nicht mehr als wählbare Kandidaten vorgesehenen Grün-Mandataren das schwächste Element gesucht und ist fündig geworden. Sie bot ein fixes Mandat mit etwa einer halben Million Fünfjahresgage und kaufte sich damit das Zünglein an der Abstimmungswaage. Veröffentlicht wird dieser Coup am Morgen jener Abstimmung im Gemeinderat, der der SPÖ voraussichtlich vier Mandate gekostet hätte. Reaktion unmöglich.
2) Der Grün-Mandatar Akkilic entdeckt nach fast fünf Jahren Abgeordnetendasein und braver Integration in die grüne Parteilinie ein inneres Sendungsbewusstsein, und meint, dass er als Mandatar im Rathaus unverzichtbar ist, egal für welche Partei. Die halbe Million dürfte seinem Gewissen dabei den letzten nötigen Ruck versetzt haben. Ähnlich wie im Fussballsport wird einfach das Leiberl gewechselt, werden die politischen und ideologischen Grundsätze ausgetauscht, und schon geht es weiter. Damit kann man natürlich nicht bis zur Wahl warten, wenn die innere Stimme so laut mit den Geldscheinen raschelt. Man stelle sich vor, David Alaba wechselt in der 80. Minute plötzlich sein Leiberl und spielt ab da für den Gegner.
3) Die Wiener Grünen als Partei der Saubermänninnen, die zu ihren Grundsätzen stehen, tun dies auch noch, wenn ihnen, wie der Klubchef der Ottakringer Grünen, Joachim Kovacs es so trefflich formuliert, „sich der Partner mit dem Arsch auf dein Gesicht setzt“. Statt die einzig richtigen Schlüsse aus dieser einzigartigen Demütigung eines Koalitionspartners zu ziehen, wünscht sich Frau Vassilakou sogar eine Prolongation mit der SPÖ ab Herbst. Masochismus hat seit Freitag eine Steigerungsform.

Ad 1) Was die SPÖ da an Demokratieverbiegung erfunden hat, mag so manch einfach gestrickter, schenkelklopfender Basissozi mit schadenfrohem Gelächter goutieren. Häupl beeilte sich ja hurtigen Schenkels, seinen Anhängern diesen Coup als „Retourkutsche“ gegen die Bemühungen der Grünen um ein demokratischeres Wahlrecht anzudrehen, doch neue Anhänger wird er damit nicht gewinnen, die rote Talfahrt wird so nicht gebremst werden. Einzig den linksgeneigten Medien haben es die Wiener Roten zu verdanken, dass dieses schäbige Manöver bereits nach zwei Tagen unter dem Teppich landete, obwohl ein Bundespräsident Kirchschläger dem Treiben wohl kaum stumm zugeschaut hätte. Der aktuelle Bundespräsident dürfte wieder einmal an Diarrhoe gelitten haben.

Ad 2) Der Herr Akkilic erläuterte sein Motiv mit dem Hinweis darauf, dass er nun seine Integrationsarbeit für seine Landsleute weiterführen kann. Dass er mit seinem charakterlosen Schwenk jedoch seinen Landsleuten und auch anderen Zuwanderern einen gewaltigen Bärendienst erwiesen hat, das vernebelt ihm die Aussicht auf das satte Salär. Wäre er nicht ausgerechnet ein sogar im Wiener Landtag heimatsprachlich auftretender Türke, sondern ein angestammter Österreicher, so hätte die FPÖ nun ein Magazin an Wahlkampfmunition weniger. So jedoch steht der Türke bald als Synonym für Unverlässlichkeit, Bestechlichkeit und Charakterlosigkeit.

Ad 3) Abgesehen davon, dass eine Partei, die selbst anlässlich der Befragung zur Mariahilfer Straße das „Wahlrecht“ und die Demokratie nach belieben gestaltet hat, kaum die moralische Instanz ist, das Vorgehen der Roten abzuurteilen, haben die Grünen doch selbst das „Freie Spiel der Kräfte“ ins Spiel gebracht, um das Wahlrecht zu ändern. Herr Akkelic hätte da auch als Grün-Abgeordneter mit seiner Stimme aus der Reihe tanzen können. Eine derartige Demütigung eines Koalitionspartners würde wohl sonst nirgends auf der Welt ohne Folgen bleiben. Anders in Wien, da betteln Frau Vassilakou und ihre Kumpane bereits am selben Tag um eine weitere Legislaturperiode in Zwangsehe samt Beschneidungsritual. Wer kann solche Politiker noch ernst nehmen? In den eigenen Reihen werden sich wohl keine eine Niederlage bejubelnden Schenkelklopfer finden, da bedürfte es schon einer massiven Bekifftheit. Würden die Grünen der SPÖ vor der Wahl die kalte Schulter zeigen, dann ließe sich damit vielleicht mobilisieren. Doch der Supergau der Ankündigung des Wunsches nach einer Weiterführung von Rot-Grün macht es wohl jedem Grün Wähler klar, dass er dann mit Grün eben auch Rot mitwählt. Vielleicht der erste schwerwiegende taktische Fehler der Wiener Grünen.

Häupl selbst hat bereits mehrmals durchblicken lassen, dass er mit den Grünen nicht mehr weitermachen will. Offenbar ist mit den aktuellen Umfrageergebnissen auch ihm bereits klar geworden, dass dieser Versuch ein schwerer Fehler war, der Folgefehler war, die Grünen im Verkehrsressort ohne Leine spielen zu lassen. Somit hatten sie freie Hand, ihre Kernwähler und Sympathisanten mit millionenschweren Geschenken zu aktivieren, während die Arbeitslosigkeit und das Finanzloch voll, und der Verkehrskollaps mit auf die SPÖ-Rechnung kommen. Den Grünen bleibt also abgesehen von einem starken Abgang mit Charakter kaum eine andere Wahl, als sowohl am Futtertrog als auch an dem hastigen Vorantreiben ihrer gewagten Projekte zu kleben. Das Ablaufdatum ihrer Aktivitäten ist der 11. Oktober 2015.

Dieses Trauerspiel um rücksichtslose Machtspiele und Demokratieaushebelung sollte uns in der Josefstadt eine ernste Warnung sein. Ein Bezirksvorsteher Rahdijan ist, weil im Ursprung bürgerlich, kein Maßstab für das, was unserem Bezirk unter Spritzendorfer & Co. blühen würde. Selbst ohne eine ab Herbst fehlende Rückendeckung durch ein grünes Verkehrsressort stünden uns massive Verkehrsbeeinträchtigungen, abenteuerliche Begegnungs- und Fußgängerzonenprojekte sowie „Bio“-Märkte zu Reih’ ins Haus, nebst neuerlicher Ausdünnung des Bezirksbudget zu Gunsten dubioser Kunstprojekte.

Das hätte sich unser (noch) schöne Bezirk nicht verdient, und Vieles Schöne und Erhaltungswürdige ginge unwiederbringlich verloren.

Es grüßt Dich inklusive friedvoller Osterwünsche
Dein Franzi

Die Matura und die Steinigung

Mein lieber Franzi,

wenn Herr Gabalier einen vernünftigen Bundeshymnen-Text vorträgt, produziert sich ein sichtlich unbedarftes Gemüt ebenso hochnäsig wie vorlaut vor bereitwillig hingehaltenen Kameras. Die dümmliche Entstellung paßt zwar weder zu Text und Reim noch zur Lyrik von Paula von Preradović. Aber Hauptsache linksfortschrittlich, alles sonstige ist wurscht. Pardon, conchita!

Weitere Unfähigkeiten dieser Dame (siehe Zentralmatura, PISA-Test und und und) sollten in jedem Dritte-Welt-Land reichen, um den Verantwortlichen aus dem Amt zu jagen. Aber wir sind ja in Österreich.

Doch wenn man glaubt, die Idiotie in diesem Land hat endgültig ihren Höhepunkt erreicht, wird man bisweilen eines Besseren belehrt. Von einer Religion des Friedens werden Menschen auf grauenhafte Weise durch Steinigung zu Tode gefoltert. Und wie kommentieren Frau Hoschek und ihre Kampfemanzen diese Barbarei? Wie folgt (bitte anhalten!): „Schließlich weist auch die Durchführung der Steinigung selbst eindeutig Nachteile für Frauen auf“. Die Urteilskraft dieser Aussage entspricht dem IQ eines Papierkorbes.

Einen solchen Zynismus, eine derartige Menschenverachtung hätte ich nicht einmal dem verbohrtesten Linksextremisten zugetraut. Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, daß Sozialismus nicht nur eine Irrlehre, sondern eine Geisteskrankheit ist: Hiermit ist er erbracht.

Lieber Freund, den Fasching hamma gut hinter uns gebracht. Hoffen wir trotz allem auch auf weitere halbwegs erfreuliche Zeiten.

Dies wünsche ich Dir von Herzen mit besten Grüßen

Dein Freund Joschi

Die Matura und die Steinigung

Mein lieber Joschi!

Unsere Frau Bundesministerin Heinisch-Hosek sorgt ja derzeit laufend für Schlagzeilen, sei es mit ihrer Inkompetenz im Bildungsressort oder mit ihrer unglücklichen Hand im Frauenressort.

Du verfolgst ja auch die Serie von Pannen bei der Jungfernfahrt der kompetenzorientierten Zentralmatura. Da werden den Schülern aus Geldmangel Vorbereitungsstunden gekürzt, die Probematuraarbeiten strotzten vor peinlichen (!) Pannen, und nun gelingt es dem Bifie nicht, das Hochladen der Vorwissenschaftlichen Arbeiten sicherzustellen.

Die gesamte Maturareform hat ja in Wirklichkeit nicht das Ziel, die Ausbildung der Schüler zu verbessern – das sollte ja bereits vorher geschehen -, sondern fußt in dem Bemühen, der Politik noch mehr Einflussnahme auf das Schulsystem und dessen Erfolgsstatistik zu verschaffen. Eine Reform des Schulsystems mit der Matura zu beginnen, widerspricht ja auch jeglicher Logik. Wie sehr dieses Bemühen von ideologischen Zielsetzungen geprägt ist, erkennt man auch an der durchaus als schlampig zu bezeichnenden Durchführung. Offensichtlich ist die Ministerin nicht die einzige unfähige Person in ihrem Ressort.

Ich bin schon öfters gefragt worden, wie ich die Situation um die „Zentralmatura“ einschätze. Meine Antwort als gelernter Österreicher konnte nur sein: „Ich beneide jeden Schüler, der heuer seine Matura ablegen kann.“ Warum? Ganz einfach, weil es sich die Ministerin sicherlich nicht leisten kann und will, dass diese Jungferfahrt durch zu viele negative Beurteilungen eine Blamage wird!

Dass damit der Wettbewerbsfähigkeit unserer nächsten Generationen auf dem Arbeitsmarkt und auch im sonstigen Leben absolut nicht verbessert wird, liegt leider auf der Hand. Die sozialistische Zielvorstellung von möglichst hoher Zahl an Bildungsabschlüssen wird nicht mittels besserer Ausbildung angestrebt, sondern mittels Reduzierung des Anforderungsniveaus. So einfach macht man es sich.

Abgesehen von dieser Inkompetenz im Bildungsressort, zeigt Frau Heinisch-Hosek im Frauenressort, dass sie hier sehr wohl weiß, was sie will. Das heißt aber nicht, dass sie weiß, wie sie es machen soll. Ich möchte hier nur zwei der markantesten Pannen erwähnen:

Zunächst unsere Bundeshymne, die unter tatkräftiger Mithilfe von Frau Ex-Ministerin Rauch-Kallat in den Strophen 1 und 3 Textänderungen erdulden musste. Dass diese gendergerechte Fassung nur von den hierzu verpflichteten Beamten und Volksvertreter zu offiziellen Anlässen gesungen wird, und dass das gemeine Volk, wie auch die FIS-Vetreter bei der Schi-WM in Colorado, weiterhin seine „Hymne der Herzen“ singt, scheint hier irrelevant zu sein. Es gibt halt jetzt zwei Bundeshymnen – nebbich!

Und die jüngste Blossstellung erfährt Frau Heinisch-Hosek in Sachen ihrer Broschüre zur Gleichstellung von Mann und Frau. Da macht sie sich doch tatsächlich weniger Gedanken um die Todesstrafe und deren grausame Durchführungsmethoden, sondern darum, ob bei Steinigungen Frauen und Männer gleichbehandelt werden. Es ginge nicht an, dass Frauen bis zu den Schultern, Männer jedoch nur bis zur Hüfte eingegraben werden, um sie dann zu steinigen. Die Ministerin alteriert sich also wegen einer Gleichbehandlung bei Tötungen! Vielleicht wird demnächst auch ein Leitfaden für Verbrecher herausgegeben, der sicherstellen soll, dass weibliche und männliche Verbrechensopfer gleichbehandelt werden.

Ich glaube, von mir behaupten zu können, dass ich halbwegs erfinderisch bin, aber der tägliche Konsum unserer Medien hat mich letztlich doch gelehrt, dass meine Phantasie offensichtlich enden wollend ist im Vergleich mit unserer Ministerschaft. Ich frage mich jetzt nur mehr: „Wovon wollen uns unsere Politiker mit all diesem Nonsens ablenken?!“

Mit gedämpften Faschingsgrüßen,

Dein Franzi

Terroranschläge und deren Auswirkungen

Mein lieber Franzi,

Du schreibst von einer großen Anzahl von Machthabern, die für ein Gruppenfoto nach Paris gereist seien. Das mag so sein, Regenten wollen immer im Vordergrund stehen. Damit der Wähler sie für alternativlos hält. Das Urpeinliche an diesem Vorgang war bloß: Die Lügenmedien der ganzen Welt stellten diese Bonzen so dar, als würden sie gemeinsam mit hunderttausenden Franzosen zum Protest gegen islamischen Terror durch die Straßen ziehen.

Zum Glück brachten korrekte Zeitungen (selbst die Wiener „Presse“, jedoch nur kurzzeitig, dann wurde sie zurückgepfiffen) den wahren Ablauf des Shootings: Die hermetisch abgeschirmte Bonzengruppe marschierte in einer Seitengasse auf, wurde abfotografiert, Frau Merkel umarmte Herrn Hollande (auch dem bleibt wenig erspart) und nach einer schwachen Stunde knotzten alle wieder im wohnlichen Flieger auf Steuerzahlers Kosten. Im Youtube ist der ärgerliche Vorgang des manipulativen Ablichtens mit Liebe zum Detail dargestellt.

Zur Versammlung in Österreich tätiger Politiker auf dem Ballhausplatz sag ich nix, noch wesentlich peinlicher war eine ähnliche Zusammenkunft in Berlin.

Sichtlich und – zu Recht – zufrieden führt ein türkisch-islamischer Hochkommissar den Bundespräsidenten und die Bundeskanzlerin der Christlichsozialdemokratischen Einheitspartei Deutschlands der staunenden Öffentlichkeit vor. Diese Abbildung gemahnt sogleich an Michel Houellebecqs neuen Tatsachenbericht „Unterwerfung“. Auch die grinsende Kopftüchlfanatikerin im Hintergrund scheint diese Meinung zu teilen. Ähnlich verfaßt war ja auch Frau Merkels Neujahrs-Ansprache: Die Dame zeigte in ihrem Herzen offenbar Haß auf das eigene Volk, wenn es anders denkt, als sie und ihre Genossen dieses verordnen.

Zum Waffenbesitz: Vorweg, ich habe keine. Doch beobachte ich häufig Gutmenschen, die mit nicht immer sauberen Argumenten gegen legalen Waffenbesitz agitieren. Woher kommt dieser Haß? Sicher, auch diese Meinungen müssen gelten, doch warum ist illegaler Waffenbesitz gar niemals Thema? Dieser ist linientreuer grün/roter Bekehrungswut völlig Conchita. Kaum ein Kültürbereicherer verläßt ohne Messer oder Pistole seine – meist vom österreichischen Steuerzahler finanzierte – Bleibe und solches wird – auch von selbsternannten Aufdeckungsjournalisten – listig verschwiegen. Gegenüber derartigen – und auch sonstigen – Straftätern bleibt dieser Staat stets verständnisvoll.

Lieber Freund, Skepsis ist angebracht angesichts von Politikern, deren Aufgabe vorweg Schutz der Menschen dieses Landes wäre. Ob sie dieser Aufgabe nicht nachkommen können oder nicht wollen, ich weiß es nicht.

Ich grüße Dich ganz herzlich!

Dein Joschi

Terroranschläge und deren Auswirkungen

Mein lieber Joschi!

Wir sind alle bestürzt über die Terroranschläge von Paris, keine Frage. Aber die politischen Reaktionen machen einem fast noch mehr Angst. Da reist eine große Anzahl von Regierenden aus aller Welt nach Paris für ein Gruppenfoto, da versammeln sich österreichische  Politiker seltsameweise am Ballhausplatz und lassen sich von Schaupielern Texte vorlesen, es werden Gedenkveranstaltungen und Mahnwachen organisiert, und natürlich diskutiert man auch im Fernsehen.

Es geht um Meinungsfreiheit, Islamismus, Terrorgefahr usw., was jedoch von offizieller Seite mit keinem einzigen Wort erwähnt wurde, ist das meiner Ansicht nach fundamentalste Menschenrecht, nämlich das Recht auf das eigene Leben und dessen Verteidigung.

Wie hätte wohl die Opferbilanz in Paris ausgesehen, wenn es ein liberales Waffenrecht den Zeichnern und Journalisten erlaubt hätte, sich selbst zu schützen? Mit Sicherheit wären die Attentäter jedenfalls nicht mehr aus der Redaktion zumindest unverletzt entkommen, und ein Folgeattentat als Unterstützung hätte sich wohl auch erübrigt.

Aber nein, trotz zahlreicher Studien und tatsächlicher Erkenntnisse setzt die Politik weiterhin auf die Entwaffnug der Bürger. Legaler Waffenbesitz ist fast unmöglich geworden, wenn man nicht bestimmten Berufsgruppen angehört. Weshalb diese vertrauenswürdiger und in einem allfälligen Waffengebrauch geübter sein sollten, wird jedoch nicht erklärt.

Viel rigoroser ist die vor allem europäische Gesetzgebung bei den Menschenrechten der Menschenwürde und der Gleichbehandlung von Frauen (damit meine ich nicht im Arbeitsrecht, sondern etwa in Medien, Stichwort Genderwahn). Diese Rechte werden fleißig ausgebaut und auch mit Sanktionen abgesichert, sogar auf Kosten der Lesefertigkeiten unserer Kinder.

Ich persönlich muss gestehen, dass ich mich lieber als Neger, Zigeuner oder Eskimo titulieren ließe, als mich überfallen, verletzen oder ermorden zu lassen.

Die Argumente für die Bürgerentwaffnung sind zudem teils mehr als abenteuerlich: Es wird davon gesprochen, dass andernfalls offenbar nur noch Rambos umherliefen, dass ja immer wieder Unfälle mit Schusswaffen vorkämen, dass für die Sicherheit schließlich die Polizei zuständig wäre usw. Als ob die Polizei VOR einem stattfindenden Gewaltverbrechen irgendeine Möglichkeit der Verhinderung dessen hätte, sofern sie überhaupt zeitlich und örtlich dazu in der Lage wäre und davon wüsste, als ob es für die sichere Verwahrung von Schusswaffen keine Gesetze gäbe, und nicht zuletzt, als ob Schusswaffen die einzigen Mordinstrumente wären. Ein Bürger, der mit 16 Jahren als reif genug erachtet wird, mit seinem Stimmzettel eine verantwortungsvolle Wahl zu treffen, der mit spätestens 18 Jahren ein Fahrzeug gefahrlos zu lenken, ist der nicht auch als verantwortungsvoll genug einzuschätzen, eine Waffe zu bedienen und zu führen? Es soll sogar Menschen gegeben haben, die den „Wilden Westen“ überlebt haben, und damals war das Waffenrecht ja wirklich liberal.

Eine Dame postete unlängst auf Facebook, sie hätte es nicht gerne, zu wissen, dass sie in der Öffentlichkeit von Schusswaffenträgern umgeben sei. Ich frage mich, ob sich diese Dame sicher sein kann, dass sie etwa in der U-Bahn nicht von Messerträgern umgeben ist. Es werden wesentlich mehr Körperverletzungen und Morde mit Messern verübt als mit Schusswaffen, dazu kommen noch Kapitalverbrechen mit völlig anderen Waffen.

Die einzige wirklich erfolgversprechende Methode zur Verbrechensabwehr ist Abschreckung, Straftäter verstehen es leider nicht anders! Bekannt sind Hunde als beste Abschreckung gegen Einbruch, Banken bedienen sich fallweise bewaffneter Beamten oder Wachdienste, und Leibwächter sind ohnedies weit bekannt. Hier ist abseits polizeilichen Schutzes der Einsatz privater Waffen nötig, hingegen zum persönlichen Selbstschutz nicht? Verstehe diese Logik, wer kann, ich kann’s nicht!

Nachdem uns in allen Medien verstärkte Terroraktivitäten vorausgesagt werden, frage ich Dich, lieber Freund, ob Du Dich gut beschützt fühlst?

Mit teils ängstlichen Grüßen,

Dein Franzi